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Podcast Feed Zeitreise: Nobelpreisträger | Deutsche Welle

Zeitreise - Nobelpreisträger im Gespräch - Ein Podacst aus dem Archiv der Deutschen Welle.

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FRI
JAN
26
2007
"Frauen sind ja gewöhnt, sich jeder Macht zu enthalten" - Die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek spricht über die Stellung der Frauenliteratur.
Elfriede Jelinek wurde 1946 in Mürzzuschlag in der Steiermark geboren. Ihre Kindheit und Jugend wurden durch das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter geprägt. Nach der Schule studierte sie Klavier und Komposition sowie Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. 1967 erschien ihr erster Gedichtband "Lisas Schatten". Jelinek zählt zu den meistbeachteten deutschsprachigen Gegenwartsautoren. Sie schreibt Lyrik, Prosa, Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher (u.a. "Die Klavierspielerin" '83, "Burgtheater" '85, "Die Kinder der Toten" '95). Ihre Arbeiten zeichnen sich durch bissige Analysen zu den Themen Sexualität, Gewalt und Macht aus und thematisieren immer wieder die gesellschaftliche Benachteiligung der Frau und deren private Unterdrückung durch den Mann. In Österreich wurde Jelinek jahrelang weitgehend ignoriert, während sie in Deutschland früh Anerkennung fand. Für viele überraschend, erhielt Elfriede Jelinek 2004 den Nobelpreis für Literatur. Die Schwedische Akademie der Wissenschaften würdigte dabei ihre "einzigartige sprachliche Leidenschaft". Die öffentlichkeitsscheue Jelinek konnte den Preis aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst entgegennehmen und übermittelte ihre Dankesrede als Videobotschaft. In einem Interview der Deutschen Welle anlässlich der Verleihung des Georg-Büchner-Preises spricht Elfriede Jelinek über ihre literarische Arbeit.

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WED
JAN
24
2007
"Ich bin ein Nomade geworden" - Ein ausführliches Interview mit Günter Grass über sein Leben und Werk.
Günter Grass wurde 1927 in Danzig geboren. Die "Danziger Trilogie" ("Die Blechtrommel" '59, "Katz und Maus" '61, "Hundejahre" '63) belegten seine meisterhafte Erzählkunst und begründeten auch seinen Ruf als leidenschaftlicher politischer Moralist. Mit seinem politischen Engagement repräsentierte Grass den Typus des linksliberalen Intellektuellen und verweigerte sich jeglichen antidemokratischen Praktiken. Nach dem Zusammenbruch der DDR wandte er sich gegen eine "Ruck-zuck-Einheit" und forderte eine langsam zusammenwachsende Kulturnation. 1999 erhielt Grass den Literaturnobelpreis. In der Begründung hieß es, er habe "in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet" und dass "Die Blechtrommel" zu den "bleibenden literarischen Werken des zwanzigsten Jahrhunderts gehören wird". 2006 räumte Günter Grass erstmals öffentlich ein, dass er am Ende des Zweiten Weltkrieges zur Waffen-SS einberufen worden sei. Dieses späte Eingeständnis führte zu einer heftigen Debatte in deutschen und internationalen Medien. DW-Redakteur Erhard Kluge interviewt Güter Grass in seiner Lübecker Wohnung anlässlich seines 70. Geburtstages.

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MON
JAN
22
2007
"Erstmal waren alle Leute begeistert, dann kriegt man eine ganz schöne Welle des Neides ab... " - Die Biologin Christiane Nüsslein-Volhard über Veränderungen in ihrem Leben nach dem Mediznnobelpreis.
Christiane Nüsslein-Volhard wurde 1942 in Magdeburg geboren. Nach ihrem Studium der Biologie und Biochemie promovierte sie 1973. Es folgten zahlreiche Forschungsarbeiten und Gast-Lehraufträge an verschiedenen Instituten im In- und Ausland. 1995 erhielt Nüsslein-Volhard für ihre Entdeckungen im Bereich der "genetischen Kontrolle der frühen Embryonalentwicklung" der Nobelpreis für Medizin. Diesen Preis teilte sie mit den amerikanischen Forschern Eric Wieschaus und Edward B. Lewis. Im Mai 2001 wurde sie Mitglied des "Nationalen Ethikrates", der sich mit Fragen der Gentechnik und des Embryonenschutzes auseinander setzte. In dem Interview, das DW-Redakteur Jochen Vock mit ihr führte, spricht Christiane Nüsslein-Volhard unter anderem über ihren Weg zur Genetikforschung, sowie über positive und negative Auswirkungen des Nobelpreises auf ihre wissenschaftliche Arbeit.

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FRI
JAN
19
2007
"Man darf den Nobelpreis nicht verkennen" - Der Chemiker Robert Huber mit der ersten Reaktion auf seine Nomminierung für den Chemie-Nobelpreises 1988.
Robert Huber wurde 1937 in München geboren. Er studierte an der damaligen Technischen Hochschule München Chemie, wo er 1963 promoviert wurde. Mit dem Nobelpreis für Chemie wurde Huber 1988 zusammen mit Johann Deisenhofer und Hartmut Michel "für die Bestimmung der dreidimensionalen Struktur eines photosynthetischen Reaktionszentrums" ausgezeichnet. In einem Telefoninterview stellt sich Huber einigen Fragen des DW-Redakteurs Stefan Robiné und erklärt unter anderen den Kern seiner Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Photosynthese.

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WED
JAN
17
2007
"Er war faszinierend für mich" - Der Physiker Klaus von Klitzing spricht über Einstein.
Klaus von Klitzing wurde 1943 in Schroda im südlichen Pommern geboren. 1980 gelangen ihm Messungen, die zur Entdeckung des sogenannten Quanten-Hall-Effektes (auch "Klitzing-Effekt") führten. Dieser beschreibt die Erkenntnis, dass die Einheit des elektrischen Widerstands (Ohm) eine universelle Naturkonstante ist. Mit der „Von-Klitzing-Konstante“ gibt es seitdem eine universelle Bezugsgröße für die Messung von Widerständen. Der Quanten-Hall-Effekt war auch einer der Ausgangspunkte für die Nanoelektronik. 1985 wurde Klitzing mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Klitzing nutzte die Publizität der Preisverleihung vor allem dazu, Verantwortliche in Politik und Industrie für ein langfristiges Konzept der Grundlagenforschung zu gewinnen. In einem Interview, das er der DW-Redakteurin Manuela Kasper-Claridge im Max-Planck-Institut für Festkörperphyisik Stuttgart gab, spricht Klaus von Klitzing über Einstein und die Grundlagenforschung in Deutschland.


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